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Häsch dini Ovo hüt scho ghaa?

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Ausgabe 03 2018

Gesundheits- und Convenience-Prndukte sind beliebt bei jüngeren Konsumenten. Das inspiriert Produktentwickler zu immer neuen Kreationen. Und stellt Verpackungsdesigner vor die Aufgabe, Markenbotschaften auch gestalterisch immer wieder neu zu definieren. Zum Beispiel für die Schweizer Kultmarke Ovomaltine.

Zwei neue Trend­pro­duk­te lan­cier­te die Wan­der AG in Neu­en­egg die­sen Som­mer: den Ener­gy­drink «Ovo­mal­ti­ne Drink High Pro­te­in » und «Ovo­mal­ti­ne Mües­li plus». Der Kon­su­ment erhält das Ver­spre­chen: «Mit Ovo­mal­ti­ne kannst du’s nicht bes­ser. Aber län­ger.» Ent­spre­chend wird auch der neue Drink mit dem klas­si­schen Ovo­mal­ti­ne- Geschmack nach Malz und Kakao als nach­hal­ti­ger Ener­gie­lie­fe­rant «für Kör­per und Geist» ange­bo­ten – mit redu­zier­tem Zucker­ge­halt, ohne künst­li­che Süs­sungs­mit­tel, wenig Fett und lak­to­se­frei. Und das Ovo­mal­ti­ne Mües­li Plus ist eine Kom­bi­na­ti­on aus Knus­per­mües­li und Hafer­flo­cken – mit hohem sät­ti­gen­dem Effekt, 35 Pro­zent weni­ger Zucker als ande­re Knus­per­mües­lis und 22 Pro­zent Proteinanteil.

Der Ovo­mal­ti­ne Drink High Pro­te­in ist in eine hand­lich geform­ten 330-ml PET- Fla­sche ver­packt, die mit einem Rund­um-Schrumpfs­lee­ve eti­ket­tiert ist. Unter der Schraub­kap­pe befin­det sich eine gros­se Trin­köff­nung. Vor dem Erst­kon­sum ist die auf­ge­sie­gel­te Alu-Ver­bund- Folie abzu­zie­hen. Die Rän­der der Fla­schen­mün­dung sind abge­run­det, um beim Trin­ken aus der Fla­sche ein ange­neh­mes Gefühl zu erzeugen. 

Das Ovo­mal­ti­ne Mües­li Plus wird in einer matt lackier­ten 420-g-Beu­tel­fo­lie ange­bo­ten und prä­sen­tiert sich ansons­ten im typi­schen «Ovo» Packa­ging Style, wie 99 Pro­zent aller Schwei­ze­rin­nen und Schwei­zer ihre Kult­mar­ke ken­nen. Also viel Oran­ge und blaue Typo auf gel­ber Son­ne. «Tech­nisch gese­hen wird seit mehr als 20 Jah­ren der glei­che defi­nier­te Oran­ge­ton für alle Ovo-Packun­gen ver­wen­det – eine Mischung aus Gelb und einem Pan­to­ne-Oran­ge », beschreibt Kers­tin Gime­nez, Crea­ti­ve Direc­tor und Part­ner bei der Agen­tur Brand­part­ner in Arle­sheim BL. «Die Druck­vor­stu­fen legen den gröss­ten Wert auf ein sehr homo­ge­nes Druck­re­sul­tat bezüg­lich Far­be über alle Packun­gen hinweg.»

Druckt man aller­dings auf ver­schie­de­ne Pack­ma­te­ria­li­en oder wer­den sogar Matt- und Glanz­la­cke zur Ver­ede­lung ein­setzt, ent­ste­hen aus der Sache her­aus Diver­gen­zen. Sprich: Das Oran­ge kann auf unter­schied­li­chen Packungs­lö­sun­gen immer eine etwas ande­re Farb­tö­nung anneh­men. Anders als die Far­be und die Grund­struk­tu­ren der Ovo-Packun­gen hat sich das Design mit Schrif­ten und Dar­stel­lungs­grös­sen immer wie­der mal ver­än­dert, doch der Inhalt ist gleich geblieben.

Das Design muss zum Inhalt passen

Gera­de beim neu­en Drink galt es, die Balan­ce zu fin­den zwi­schen typisch Ovo’ und aha, ein Getränk mit Pro­te­in’”, erzählt Tho­mas Brei­t­in­ger, Grün­der und Part­ner bei Brand­Part­ner. Seit mehr als zehn Jah­ren stam­men sämt­li­che Ovo­mal­ti­ne-Ver­pa­ckungs­de­signs aus der Feder der Spe­zia­lis­ten für Mar­ken- und Packa­ging Design. Die Vor­ga­ben für die Gestal­tung waren zeit­ge­mäss: Beim Mües­li stand die Natür­lich­keit im Vor­der­grund. Gesun­des Essen, wenig Koh­len­hy­dra­te und trotz­dem satt. Des­halb auch der matt lackier­te Beu­tel beim Müesli.”

Auf­ga­be der Ver­pa­ckungs­de­si­gner ist es, Infor­ma­tio­nen in Far­ben, Bil­dern und Tex­ten anspre­chend zu prä­sen­tie­ren und eine emo­tio­na­le Wir­kung zu erzie­len. Die Lebens­welt des Kon­su­men­ten soll wider­ge­spie­gelt wer­den, der Nut­zen – etwa mehr Ener­gie und Gesund­heit – soll erkenn­bar sein, um einen Wie­der­erken­nungs­ef­fekt am POS zu erzie­len. Bei Tra­di­ti­ons­mar­ken wie Ovo­mal­ti­ne gel­ten zudem beson­de­re Anfor­de­run­gen, so Brei­t­in­ger: Ver­än­de­run­gen wie ein grös­se­rer Schrift­zug 2017 beim Pro­dukt Ovo rocks’ müs­sen behut­sam und evo­lu­tio­när umge­setzt wer­den, um die Wie­der­erkenn­bar­keit zu erhal­ten und neue Kon­su­men­ten­grup­pen anzusprechen.”